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Pressemitteilungen
Schlittenhundesport
Schon seit jeher nutzten Menschen in Regionen, in denen der Winter länger dauert als die übrigen Jahreszeiten, Schlitten, die von Hundegespannen gezogen wurden, um Personen und Lasten zu befördern. Für ihre Gespanne verwendeten sie beliebige Hunde – weder Rasse noch Schönheit spielten eine Rolle, das einzige Kriterium war, wie ehrlich der Hund arbeitete und wie er widrige Witterung ertrug.
Irgendwann in dieser Zeit entstanden die ersten Wetten – wessen Hund die schwerste Last zieht oder wessen Gespann das schnellste ist. So wie auch andere Sportarten zu uns vordringen, versuchten Anfang der achtziger Jahre auch in der Tschechischen Republik die ersten Enthusiasten, ihre Hunde vor die ersten Schlittenprototypen zu spannen.
Nicht alle Versuche waren erfolgreich, aber die Zahl der von der Romantik des Nordens inspirierten Fans wuchs. Aus dem Ausland gelang es, die ersten echten nordischen Hunderassen einzuführen – Alaskan Malamutes, Siberian Huskies – und mit diesen Hunden begannen die Musher, wie man die Fahrer mit Hundegespann nennt, zu wettkämpfen. So entstand auch bei uns der heutige Schlittenhundesport.
Geschichte des Rennens
Vor einigen Jahren suchte eine Gruppe von Schlittenhunde-Enthusiasten in der Tschechischen Republik ein Gebiet, das aufgrund seiner Schneeverhältnisse, Höhenlage, des Streckenprofils sowie der Aufgeschlossenheit der Behörden für die Austragung eines Langstrecken-Schlittenhunderennens geeignet wäre. Den im Rahmen der Möglichkeiten idealen Ort fand sie im Adlergebirge, und so wurde die versuchsweise „nullte“ Ausgabe (später umbenannt in die „erste“ Ausgabe) im Februar 1997 gestartet.
Noch vor dem eigentlichen Rennen, am Tag vor dem Start, entliefen dem Veranstalter Pavel Kučera zwei Hunde, von denen einer – ein sibirischer Husky namens Šedivák – bei einem entfernten Dorf von einem Einwohner erschossen wurde. Trotzdem wurde das Rennen gestartet, doch zum Gedenken an dieses traurige Ereignis wurde das Rennen ein für alle Mal „Šediváčkův Long“ genannt.
Im Laufe der Zeit entstanden zwei Strecken über 222 und 333 km, die über die Kämme sowie die wunderschöne polnische Seite des Adlergebirges führen. Das Rennen umfasst vier Etappen mit einem obligatorischen Biwak, das traditionell auf einer Wiese hinter dem alten Gehöft bei der Gemeinde Souvlastí stattfindet.
Dieses Rennen wird traditionell in der letzten Januarwoche ausgetragen, mit seinem typisch frostigen Wetter und ausreichend Schnee. Das Rennen selbst erfordert großen Einsatz aller Organisatoren und Freiwilligen und kommt auch nicht ohne die Unterstützung von Sponsoren und der lokalen Selbstverwaltungsorgane der Gemeinden und des Kreises aus. Aus einem kleinen lokalen Rennen ist im Laufe der Jahre eine Veranstaltung europäischen Formats geworden.
Wenn wir dieses Rennen beschreiben, können wir Attribute wie längstes, härtestes, bekanntestes verwenden, und sein Ruf unter den europäischen Mushern wächst stetig. Im Jahr 2004 wurde der Šediváčkův Long mit der Nominierung und anschließenden Austragung der FISTC-Europameisterschaft geehrt. An der zehnten Ausgabe 2006 nahmen 64 der besten Athleten aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Ungarn, der Slowakei und Tschechien teil. Am Rennen nahmen auch rund 400 Hunde nordischer Rassen teil – sibirische Huskies, Alaskan Malamutes, Grönlandhunde, Samojeden, Alaskan Huskies sowie europäische Schlittenhunde. Dieses Rennen lockt viele Besucher in diese wunderschöne Region, die Lust haben, den Zauber der Polarwelten zu erleben – der Welt der Menschen, die dem eisigen Wetter trotzen, und ihrer treuen Helfer, der Hunde.
Wir danken herzlich allen, die uns bei der Organisation dieses Rennens helfen und mit uns zusammenarbeiten.
Zusammenarbeit mit der Region
Wir veranstalten den Šediváčkův Long in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Deštné v Orlických horách und der Gemeinde Orlické Záhoří. Durch die regelmäßige Austragung des Rennens ist das Interesse an der gesamten Region Adlergebirge gestiegen, und das Rennen erfreut sich der dauerhaften Unterstützung und Schirmherrschaft der Region Königgrätz (Královéhradecký kraj).